Hüftarthrose (Coxarthrose), Ursachen, Symptome und Behandlung

Hüftarthrose (Coxarthrose), Ursachen, Symptome und Behandlung

Dr. Kim Niklas Kolle
Verfasst von
Dr. Kim Niklas Kolle
Hüftarthrose (Coxarthrose), Ursachen, Symptome und Behandlung

Schmerzen in der Leiste, ein Anlaufschmerz nach dem Aufstehen und eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte sind typische Zeichen einer Hüftarthrose. Sie gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen im höheren Lebensalter und entsteht durch den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Auch wenn sich Arthrose nicht rückgängig machen lässt, kann eine gute Behandlung die Beschwerden lindern, die Beweglichkeit erhalten und den Verlauf günstig beeinflussen.

Dieser Ratgeber erklärt, wie eine Hüftarthrose entsteht, an welchen Symptomen Sie sie erkennen, wie die Diagnose gestellt wird und welche Behandlungen von konservativ bis operativ helfen. So wissen Sie, wie Sie Ihre Hüfte möglichst lange beweglich und schmerzarm halten.

Was ist eine Hüftarthrose?

Die Hüftarthrose, medizinisch Coxarthrose, ist der fortschreitende Verschleiß des Gelenkknorpels im Hüftgelenk. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, in dem der Hüftkopf in der Gelenkpfanne des Beckens gleitet. Der Knorpel, der beide Flächen überzieht, sorgt für ein reibungsloses Gleiten und federt Belastungen ab. Nutzt sich dieser Knorpel ab, reiben die Knochen zunehmend aneinander, was Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit verursacht.

Die Hüftarthrose entwickelt sich in der Regel langsam über Jahre. Zu Beginn treten die Beschwerden nur bei Belastung auf, mit fortschreitendem Verschleiß können sie jedoch auch in Ruhe bestehen bleiben. Da das Hüftgelenk an nahezu jeder Bewegung des Beins beteiligt ist, wirkt sich die Arthrose stark auf Gehen, Stehen und den gesamten Alltag aus.

Wie sie entsteht

Bei vielen Menschen lässt sich keine einzelne Ursache benennen, vielmehr führt das Zusammenspiel aus Veranlagung, Belastung und Alterung zum allmählichen Verschleiß. Man spricht dann von einer primären Hüftarthrose. Bei der sekundären Form geht der Verschleiß auf eine erkennbare Ursache zurück, etwa auf angeborene Fehlstellungen des Hüftgelenks, frühere Verletzungen, Durchblutungsstörungen oder entzündliche Erkrankungen.

Begünstigend wirken Übergewicht, eine hohe berufliche oder sportliche Dauerbelastung, Achsfehlstellungen und Bewegungsmangel. Auch eine familiäre Veranlagung spielt eine Rolle. Wer die eigenen Risikofaktoren kennt, kann durch ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige gelenkschonende Bewegung und eine kräftige Muskulatur dazu beitragen, das Gelenk zu entlasten und den Verlauf günstig zu beeinflussen.

Typische Symptome

Kennzeichnend ist ein Schmerz in der Leiste, der in den Oberschenkel und manchmal bis zum Knie ausstrahlen kann. Typisch ist der Anlaufschmerz, also ein Schmerz bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen, der sich nach einigen Schritten bessert. Mit fortschreitender Arthrose nehmen die Beschwerden zu und treten auch bei längerer Belastung und schließlich in Ruhe auf.

Hinzu kommt eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. Betroffene bemerken Schwierigkeiten beim Anziehen von Schuhen und Socken, beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto oder beim Treppensteigen. Die Gehstrecke verkürzt sich, und manche entwickeln ein Hinken. Spätestens wenn die Beschwerden den Alltag einschränken, ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.

Diagnose

Am Anfang stehen das Gespräch über den Verlauf der Beschwerden und die körperliche Untersuchung, bei der Beweglichkeit, Gangbild und Schmerzpunkte beurteilt werden. Der typische Leisten- und Anlaufschmerz sowie die eingeschränkte Drehbeweglichkeit der Hüfte geben oft schon deutliche Hinweise.

Zur Sicherung der Diagnose und zur Beurteilung des Verschleißes wird in der Regel eine Röntgenaufnahme angefertigt, die die Verschmälerung des Gelenkspalts und weitere Arthrosezeichen zeigt. In manchen Fällen liefert eine Magnetresonanztomografie zusätzliche Informationen. Wichtig ist, den Befund immer im Zusammenhang mit den Beschwerden zu bewerten, denn das Ausmaß im Bild und das Beschwerdebild stimmen nicht immer überein.

Behandlung, von konservativ bis operativ

Solange die Beschwerden es zulassen, steht die konservative Behandlung im Vordergrund. Ziel ist es, das Gelenk zu entlasten, die Muskulatur zu kräftigen und die Beweglichkeit zu erhalten. Dazu gehören regelmäßige, gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie, ein gesundes Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung. Wie eine entzündungshemmende Ernährung unterstützen kann, lesen Sie in unserem Ratgeber zur entzündungshemmenden Ernährung, und welche Rolle Nährstoffe spielen, im Beitrag zu Mikronährstoffen.

Bei Verschleiß und chronischer Reizung können regenerative Verfahren die Beschwerden lindern. Die Eigenbluttherapie (ACP/PRP) und die SVF-Therapie setzen auf körpereigene Bausteine, und eine begleitende Abklärung in der Stoffwechselmedizin kann sinnvoll sein. Ist der Knorpel großflächig aufgebraucht und schränken die Beschwerden die Lebensqualität stark ein, kann ein künstliches Hüftgelenk die Beweglichkeit und Schmerzfreiheit wiederherstellen.

FAQ

Häufige Fragen (FAQ)

Was hilft gegen Hüftarthrose ohne Operation?

In vielen Fällen helfen regelmäßige gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie, ein gesundes Körpergewicht, eine ausgewogene Ernährung und bei Bedarf regenerative Verfahren. Damit lassen sich Beschwerden oft deutlich lindern.

Wie schnell schreitet eine Hüftarthrose fort?

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und meist langsam über Jahre. Mit einer guten Behandlung und einem gelenkschonenden Lebensstil lässt sich das Fortschreiten häufig verlangsamen.

Welcher Sport ist bei Hüftarthrose gut?

Geeignet sind gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining. Sportarten mit starken Stoßbelastungen und abrupten Richtungswechseln sind zumindest auf eine sehr gut muskuläre Führung angewiesen.

Welche Ernährung ist bei Hüftarthrose sinnvoll?

Eine ausgewogene, eher entzündungshemmende Ernährung und ein gesundes Körpergewicht entlasten das Gelenk und können die Beschwerden günstig beeinflussen. Details finden Sie in unserem Ratgeber zur entzündungshemmenden Ernährung.

Wann ist ein künstliches Hüftgelenk sinnvoll?

Ein Gelenkersatz kommt infrage, wenn der Knorpel weitgehend aufgebraucht ist, die Beschwerden die Lebensqualität stark einschränken und konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen.

Welcher Arzt behandelt eine Hüftarthrose?

Die richtige Adresse ist die Orthopädie. Sie stellt die Diagnose, beurteilt das Ausmaß und bespricht mit Ihnen die passende Behandlung.

Hüftarthrose in Hamburg behandeln lassen

In der Praxis für Orthopädie Am Michel in Hamburg-Neustadt klären wir die Ursache Ihrer Hüftbeschwerden und stellen einen Behandlungsplan zusammen, der Ihre Beweglichkeit erhält. Vereinbaren Sie hier online Ihren Termin über Doctolib.

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    Bewertungen

    Was unsere Patienten sagen

    Ich habe muss schon sagen, dass Dr. Kolle für einen Orthopäden nicht nur ungewöhnlich sympathisch ist, sondern auch erfrischend innovativ und fortschrittlich. Kein stumpfes „Sportverbot für 6 Wochen“ und unreflektierte Cortisonspritzen, sondern progressive Verfahren mit regenerativem Ansatz und nachhaltigem Effekt. Der Doc hört zu, erklärt verständlich und behandelt mit Konzept. Bei meinen Kniebeschwerden hat die Kombination Eigenplasma/Magnetfeldtherapie endlich einen Durchbruch erzielt und den Therapieerfolg kann ich jetzt mit regelmäßigem Training aufrecht erhalten. Falls notwendig, komme ich gern wieder.

    vor 3 Monaten
    J ot- Google Rezension

    Ich war nach meiner Kreuzband-OP wegen anhaltender Knieschmerzen und beginnender Kniearthrose bei Dr. Kolle. Die Diagnostik war gründlich, inklusive BIA-Messung (geht schnell, ist schmerzfrei und gibt einen tollen, nachvollziehbaren Überblick über die eigene Körperzusammensetzung und Potenzial) und Nährstoffanalyse. Eine anschließende ACP-Therapie und konkrete Empfehlungen zu Training und Ernährung haben mir super weitergeholfen. Mein Knie ist nun spürbar stabiler und Sport ist endlich wieder schmerzfrei möglich. Sehr kompetenter Arzt, modernes Konzept und ein super freundliches Praxisteam. Klare Empfehlung!

    vor 1 Monat
    E.N.- Google Rezension

    Aufgrund eines wiederholten Bandscheibenvorfalls mit Taubheitsgefuehlen im rechten Bein in 10/2025 (erstmals 2017.. im Lendenbereich mit damaliger Behandlung in NRW) bin ich aufgrund von Empfehlungen aus unserer Trainingslaufrunde hier in Hamburg bei Dr. Kolle vorstellig geworden. Mit der im Vorfeld extern duchgefuehrten Bildgebung (MRT) und Übersendung war ich sehr ueberrascht, das Dr. Kolle bereits vollkommen vorbereitet zu meiner Person im sehr emphatischen Erstgespräch mit nachfolgender physischer Untersuchung meines Bewegungsapparates wir einen Therapieansatz gemeinsam besprachen. Aufgrund meiner zurueckliegenden Erfahrung mit den Standardtherapien (PRT Spritzen und Physio) bekam ich hier teilweise inhaltlich komplett erweiterteTherapieansaetze vorgeschlagen….. Jetzt nach 5 Monaten bin ich beschwerdefrei und wieder zurueck in meinem Lauftraining. Fazit: Dr. Kolle kümmert sich auf eine sehr empathische Art um seine Patienten und geht "patientensspezifisch" in die Therapieform… Meinen herzlichen Dank auch an Ihr Team

    vor 3 Monaten
    Reinhard E.- Google Rezension

    Ich habe Herrn Dr. Kolle seit Jahren als einen stets freundlichen, hoch kompetenten und engagierten Arzt kennen gelernt, der mir stets das Gefühl vermittelte, auf Augenhöhe mit mir zu sprechen. Neben einer erfolgreichen Stammzellen- und Eigenbluttherapie konnte er als "klassischer Orthopäde" meine gesundheitlichen Probleme nachhaltig beseitigen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass er den Patienten nicht nur durch die Brille des Orthopäden sieht, sondern ihn auch ganzheitlich betrachtet und behandelt. Zusammen fassend möchte ich feststellen, dass ich gerne bereit bin, 200 km Anreise in Kauf zu nehmen um von Herrn Dr. Kolle behandelt zu werden.

    vor 6 Monaten
    Alexander Keitum- Google Rezension

    Herr Dr. Kolle ist ein sehr kompetenter und vertrauensvoller Arzt. Er hat meinen Golferarm durch Eigenblutspritzen, Stosswellen- und Magnetfeldtherapien erfolgreich behandelt. Ich bin vollkommen schmerzfrei und kann meinen geliebten Golfsport wieder ungehindert ausüben. Danke Herr Dr. Kolle.

    vor 9 Monaten
    Helene Page – Google Rezension