Man resting after run.

Patellaspitzensyndrom, wenn das Springerknie schmerzt

Dr. Kim Niklas Kolle
Verfasst von
Dr. Kim Niklas Kolle
Man resting after run.

Ein ziehender Schmerz unterhalb der Kniescheibe, der bei Sprüngen, beim Treppensteigen oder nach dem Sport auftritt, ist typisch für das Patellaspitzensyndrom, auch Springerknie genannt. Es betrifft vor allem sportlich aktive Menschen, insbesondere in Sportarten mit häufigen Sprüngen und schnellen Richtungswechseln. Unbehandelt kann es hartnäckig werden und die sportliche Aktivität deutlich einschränken.

Dieser Ratgeber erklärt, wie ein Patellaspitzensyndrom entsteht, an welchen Symptomen Sie es erkennen, wie es diagnostiziert wird und welche Behandlungen helfen. So wissen Sie, wie Sie die Reizung in den Griff bekommen und sicher in Ihren Sport zurückkehren.

Was ist das Patellaspitzensyndrom?

Beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich um eine Überlastungsreaktion der Patellasehne an ihrem Ansatz an der unteren Spitze der Kniescheibe. Diese Sehne verbindet die Kniescheibe mit dem Schienbein und überträgt die Kraft der Oberschenkelmuskulatur, wenn wir das Bein strecken. Bei wiederholter, hoher Belastung kann der Sehnenansatz überlastet und gereizt werden.

Man spricht auch von einer Tendinopathie der Patellasehne. Anders als bei einer akuten Verletzung entwickelt sich das Springerknie meist schleichend über Wochen. Der Sehnenansatz reagiert auf die Dauerbelastung mit kleinen Schäden und einer verminderten Belastbarkeit, was den typischen Schmerz unterhalb der Kniescheibe verursacht.

Wie es entsteht

Die Hauptursache ist eine wiederkehrende Überlastung der Patellasehne. Typisch ist das Springerknie deshalb in Sportarten wie Volleyball, Basketball, Handball und Leichtathletik, in denen häufig gesprungen und abrupt gestoppt wird. Auch ein zu schneller Trainingsaufbau, harte Untergründe und eine unzureichende Erholung zwischen den Belastungen begünstigen die Reizung.

Hinzu kommen individuelle Faktoren wie eine verkürzte oder abgeschwächte Oberschenkelmuskulatur, muskuläre Dysbalancen und eine ungünstige Beinachse. Diese Faktoren erhöhen die Zugbelastung auf den Sehnenansatz. Deshalb reicht es meist nicht, nur den Schmerz zu behandeln, sondern es müssen auch die zugrunde liegenden Belastungsfaktoren angegangen werden.

Typische Symptome

Charakteristisch ist ein Schmerz direkt unterhalb der Kniescheibe, der zu Beginn oft nur nach dem Sport auftritt. Schreitet die Reizung fort, kann der Schmerz bereits zu Beginn oder während der Belastung auftreten und schließlich auch im Alltag bestehen bleiben, etwa beim Treppensteigen, beim Aufstehen oder bei längerem Sitzen mit gebeugten Knien.

Typisch ist ein Druckschmerz an der unteren Spitze der Kniescheibe. Manche Betroffene bemerken zudem ein Steifigkeitsgefühl nach Ruhephasen. Weil sich das Springerknie ohne Behandlung häufig verschlechtert und in einen chronischen Verlauf übergehen kann, ist eine frühzeitige Abklärung sinnvoll.

Diagnose

Am Anfang stehen das Gespräch über die sportliche Belastung und den Verlauf der Beschwerden sowie die körperliche Untersuchung. Der typische Druckschmerz an der Patellaspitze und der Zusammenhang mit sprungbetonten Belastungen geben oft schon klare Hinweise. Der Facharzt prüft außerdem Kraft, Beweglichkeit und die Beinachse.

Ergänzend kann eine Ultraschalluntersuchung den Zustand der Sehne beurteilen und Veränderungen sichtbar machen. In manchen Fällen liefert eine Magnetresonanztomografie zusätzliche Informationen. Auf dieser Grundlage lässt sich die Behandlung gezielt planen und der Schweregrad der Reizung einschätzen.

Behandlung

Die Behandlung des Patellaspitzensyndroms erfordert vor allem Geduld und Konsequenz. Im Vordergrund steht die Anpassung der Belastung, verbunden mit einem gezielten Aufbautraining der Sehne. Besonders wirksam ist das sogenannte exzentrische Training, bei dem die Muskulatur unter kontrollierter Dehnung arbeitet und die Sehne schrittweise belastbarer wird. Eine sportmedizinische Begleitung hilft dabei, Training und Belastung richtig zu dosieren.

Bei hartnäckigen Beschwerden hat sich die fokussierte Stoßwellentherapie bewährt, die die Heilung des Sehnengewebes anregen soll. Als regeneratives Verfahren kann zudem die Eigenbluttherapie (ACP/PRP) erwogen werden. Sind auch andere Kniestrukturen beteiligt, hilft unser Ratgeber zu Meniskus und Knieschmerzen bei der Einordnung.

FAQ

Häufige Fragen (FAQ)

Was hilft gegen das Patellaspitzensyndrom?

Am wirksamsten ist die Kombination aus Belastungsanpassung und gezieltem, vor allem exzentrischem Krafttraining der Oberschenkelmuskulatur. Bei hartnäckigen Beschwerden können Stoßwellentherapie und regenerative Verfahren ergänzen.

Wie lange dauert die Heilung?

Das Patellaspitzensyndrom ist oft hartnäckig, und die Heilung kann mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Konsequentes Training und Geduld sind entscheidend für den Erfolg.

Darf man mit einem Springerknie Sport treiben?

Eine vollständige Pause ist meist nicht nötig, aber die Belastung muss angepasst werden. Sprungbetonte Aktivitäten sollten in der akuten Phase reduziert werden. Welche Belastung sinnvoll ist, stimmen wir individuell ab.

Welche Übungen helfen beim Patellaspitzensyndrom?

Besonders wirksam sind exzentrische Kräftigungsübungen für die Oberschenkelmuskulatur sowie Dehnübungen. Sie sollten unter Anleitung erlernt und regelmäßig durchgeführt werden.

Wann sollte ich zum Arzt?

Bei Schmerzen, die über mehrere Wochen bestehen, sich verschlimmern oder bereits im Alltag auftreten, ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden.

Kann das Springerknie chronisch werden?

Ja. Wird die Reizung nicht behandelt und die Belastung nicht angepasst, kann sie in einen chronischen Verlauf übergehen. Deshalb ist eine frühzeitige, konsequente Behandlung wichtig.

Patellaspitzensyndrom in Hamburg behandeln lassen

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    Bewertungen

    Was unsere Patienten sagen

    Ich habe muss schon sagen, dass Dr. Kolle für einen Orthopäden nicht nur ungewöhnlich sympathisch ist, sondern auch erfrischend innovativ und fortschrittlich. Kein stumpfes „Sportverbot für 6 Wochen“ und unreflektierte Cortisonspritzen, sondern progressive Verfahren mit regenerativem Ansatz und nachhaltigem Effekt. Der Doc hört zu, erklärt verständlich und behandelt mit Konzept. Bei meinen Kniebeschwerden hat die Kombination Eigenplasma/Magnetfeldtherapie endlich einen Durchbruch erzielt und den Therapieerfolg kann ich jetzt mit regelmäßigem Training aufrecht erhalten. Falls notwendig, komme ich gern wieder.

    vor 3 Monaten
    J ot- Google Rezension

    Ich war nach meiner Kreuzband-OP wegen anhaltender Knieschmerzen und beginnender Kniearthrose bei Dr. Kolle. Die Diagnostik war gründlich, inklusive BIA-Messung (geht schnell, ist schmerzfrei und gibt einen tollen, nachvollziehbaren Überblick über die eigene Körperzusammensetzung und Potenzial) und Nährstoffanalyse. Eine anschließende ACP-Therapie und konkrete Empfehlungen zu Training und Ernährung haben mir super weitergeholfen. Mein Knie ist nun spürbar stabiler und Sport ist endlich wieder schmerzfrei möglich. Sehr kompetenter Arzt, modernes Konzept und ein super freundliches Praxisteam. Klare Empfehlung!

    vor 1 Monat
    E.N.- Google Rezension

    Aufgrund eines wiederholten Bandscheibenvorfalls mit Taubheitsgefuehlen im rechten Bein in 10/2025 (erstmals 2017.. im Lendenbereich mit damaliger Behandlung in NRW) bin ich aufgrund von Empfehlungen aus unserer Trainingslaufrunde hier in Hamburg bei Dr. Kolle vorstellig geworden. Mit der im Vorfeld extern duchgefuehrten Bildgebung (MRT) und Übersendung war ich sehr ueberrascht, das Dr. Kolle bereits vollkommen vorbereitet zu meiner Person im sehr emphatischen Erstgespräch mit nachfolgender physischer Untersuchung meines Bewegungsapparates wir einen Therapieansatz gemeinsam besprachen. Aufgrund meiner zurueckliegenden Erfahrung mit den Standardtherapien (PRT Spritzen und Physio) bekam ich hier teilweise inhaltlich komplett erweiterteTherapieansaetze vorgeschlagen….. Jetzt nach 5 Monaten bin ich beschwerdefrei und wieder zurueck in meinem Lauftraining. Fazit: Dr. Kolle kümmert sich auf eine sehr empathische Art um seine Patienten und geht "patientensspezifisch" in die Therapieform… Meinen herzlichen Dank auch an Ihr Team

    vor 3 Monaten
    Reinhard E.- Google Rezension

    Ich habe Herrn Dr. Kolle seit Jahren als einen stets freundlichen, hoch kompetenten und engagierten Arzt kennen gelernt, der mir stets das Gefühl vermittelte, auf Augenhöhe mit mir zu sprechen. Neben einer erfolgreichen Stammzellen- und Eigenbluttherapie konnte er als "klassischer Orthopäde" meine gesundheitlichen Probleme nachhaltig beseitigen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass er den Patienten nicht nur durch die Brille des Orthopäden sieht, sondern ihn auch ganzheitlich betrachtet und behandelt. Zusammen fassend möchte ich feststellen, dass ich gerne bereit bin, 200 km Anreise in Kauf zu nehmen um von Herrn Dr. Kolle behandelt zu werden.

    vor 6 Monaten
    Alexander Keitum- Google Rezension

    Herr Dr. Kolle ist ein sehr kompetenter und vertrauensvoller Arzt. Er hat meinen Golferarm durch Eigenblutspritzen, Stosswellen- und Magnetfeldtherapien erfolgreich behandelt. Ich bin vollkommen schmerzfrei und kann meinen geliebten Golfsport wieder ungehindert ausüben. Danke Herr Dr. Kolle.

    vor 9 Monaten
    Helene Page – Google Rezension