Doctor consulting with patient Knee problems

ACP-Therapie Knie: Gezielte Eigenblutbehandlung bei Kniearthrose und Sportverletzungen

Dr. Kim Niklas Kolle
Verfasst von
Dr. Kim Niklas Kolle
Doctor consulting with patient Knee problems

ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma – und ist die spezifische Methode des Herstellers Arthrex, die sich in der orthopaedischen Praxis besonders etabliert hat. Wer nach Eigenbluttherapie am Knie sucht, stößt fast immer auf den Begriff ACP. Doch was genau verbirgt sich dahinter, wie unterscheidet es sich von PRP, und für wen ist diese Behandlung geeignet? In meiner Praxis in Wiesloch setze ich ACP/PRP gezielt dort ein, wo das Kniegelenk von einer biologischen Regeneration profitieren kann – statt sofort zu operieren oder dauerhaft Schmerzmittel zu verordnen.

 

Was ist ACP – und wie unterscheidet es sich von PRP?

PRP (Platelet-Rich Plasma, thrombozytenreiches Plasma) ist der Oberbegriff für alle Verfahren, bei denen aus dem eigenen Blut des Patienten ein konzentriertes Plasma mit hoher Wachstumsfaktor-Dichte gewonnen wird. Es gibt verschiedene Systeme und Hersteller auf dem Markt – mit unterschiedlichen Zentrifugierprozessen, Plasmavolumina und Thrombozytenkonzentrationen.

ACP ist das System des Herstellers Arthrex und arbeitet mit einer patentierten doppelwandigen Spritze. Das Blut wird in dieser speziellen Doppelkammer-Spritze zentrifugiert – dadurch trennt sich das plättchenreiche Plasma präzise vom Vollblut, ohne Beimischung von Erythrozyten. Das Ergebnis: ein besonders reines, gut verträgliches Konzentrat.

Gemeinsamkeit beider Verfahren: Die Konzentration von Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut des Patienten. Diese Faktoren – vor allem PDGF (platelet-derived growth factor), TGF-beta (transforming growth factor) und IGF (insulin-like growth factor) – stimulieren die Zellproliferation, fördern den Knorpelstoffwechsel und wirken entzündungsregulierend. In meiner Praxis verwende ich ACP/PRP nach individueller Indikation – sowohl als eigenständige konservative Massnahme als auch als biologische Nachsorge nach arthroskopischen Eingriffen am Kniegelenk.

Für welche Kniebeschwerden ist ACP geeignet?

ACP/PRP entfaltet seine regenerative Wirkung überall dort, wo Gewebe einen erhöhten Bedarf an biologischen Heilungssignalen hat und die Durchblutung allein nicht ausreicht, um Reparaturprozesse ausreichend zu aktivieren. Bei Kniearthrose (Gonarthrose) der Grade I bis III kann ACP/PRP den Gelenkknorpel ernähren, die Synovialflüssigkeit verbessern und Entzündungsreaktionen dämpfen – bei Grad-IV-Arthrose mit vollständigem Knorpelverlust ist die Wirkung begrenzt. Auch altersbedingte oder belastungsbedingte Meniskusveränderungen ohne akuten Riss sprechen gut an, insbesondere wenn der Meniskus noch strukturell intakt ist.

Weicher, aufgefaserter Knorpel – häufig unter der Kniescheibe oder im medialen Gelenkspalt – profitiert ebenso von der wachstumsfaktorvermittelten Regeneration wie knienahe Sehnenreizungen: Patellasehnenreizung (Jumper’s Knee), Tractus-iliotibialis-Syndrom und vergleichbare Beschwerden zeigen gute Ansprechraten auf ACP/PRP. Darüber hinaus setze ich ACP/PRP gezielt als Nachsorge nach arthroskopischen Knieglenkeingriffen ein – nach Meniskusnaht, Knorpelbehandlung oder Kreuzbandrekonstruktion – um die biologische Heilung zu unterstützen und die Regenerationszeit zu verkürzen.

 

Wie läuft eine ACP-Behandlung am Knie ab?

Der Ablauf ist standardisiert, schonend und in meiner Praxis in Wiesloch vollständig ambulant durchführbar – ohne Narkose, ohne Krankenhausaufenthalt, in einer Sitzung von ca. 30 Minuten. Zuerst werden aus der Ellenbeuge ca. 15 ml Blut entnommen – weniger als bei einer normalen Laborblutabnahme. Anschliessend wird das Blut in der ACP-Doppelkammer-Spritze für 5 bis 10 Minuten zentrifugiert, wodurch sich das plättchenreiche Plasma präzise vom Vollblut trennt. Das gewonnene Konzentrat wird dann direkt in das Kniegelenk injiziert – ich führe diese Injektion ultraschallgestützt durch, damit das Plasma genau dort ankommt, wo es wirken soll.

Nach der Injektion empfehle ich für 24 bis 48 Stunden leichte Schonung; anschliessend kann das Bein wieder normal belastet werden. Typischerweise sind 3 Sitzungen in einem Abstand von je 2 bis 4 Wochen sinnvoll. In dieser Zeit setzen die biologischen Reparaturprozesse ein. Im Anschluss empfehle ich ein gezieltes Muskelaufbau-Programm für die gelenkstabilisierende Oberschenkel- und Hüftmuskulatur – um das regenerierte Gewebe langfristig zu schützen.

 

Was kostet ACP am Knie?

ACP/PRP ist keine Leistung des GKV-Leistungskatalogs. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht – die Therapie gilt als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Als Privatpatient sind die Kosten häufig über die GOÄ abrechenbar; ob und in welchem Umfang Ihre private Krankenversicherung erstattet, hängt von Ihrem Versicherungsvertrag ab.

Die Kosten pro Sitzung liegen je nach Praxis, Aufwand und verwendetem System . Bei einem typischen Behandlungszyklus von 3 Sitzungen ergeben sich Gesamtkosten von ca. 600 Euro.

GKV-Versicherte, die eine ACP/PRP-Behandlung wünschen, zahlen die Kosten als Selbstzahler. In bestimmten Fällen – insbesondere bei klar dokumentierter Indikation und fehlendem Alternativverfahren – kann ein Kulanzantrag bei der Kasse sinnvoll sein; Erfolg ist jedoch nicht garantiert.

 

Wann hilft ACP – und wann nicht?

ACP/PRP ist kein Allheilmittel. Eine ehrliche Indikationsstellung ist mir wichtig – damit Patienten keine falsche Erwartungshaltung entwickeln und keine Behandlung erhalten, die in ihrer Situation keinen Mehrwert bringt. ACP hilft gut bei Gonarthrose Grad I bis III, aktiver Gelenkentzündung ohne schweren Knorpelschaden, degenerativen Meniskus- und Sehnenveränderungen, Sportverletzungen wie Bandverletzungen (Kreuzbänder/Seitenbänder) im subakuten Stadium sowie als biologische Unterstützung nach arthroskopischen Kniegelenkseingriffen. Weniger geeignet ist ACP bei fortgeschrittener Grad-IV-Gonarthrose mit vollständigem Knorpelverlust – hier ist eine Knieendoprothese häufig die sinnvollere Lösung – sowie bei akuten bakteriellen Infektionen, Gerinnungsstörungen und aktiven Tumorerkrankungen.

ACP ist kein Ersatz für eine notwendige Operation – aber oft eine sinnvolle Alternative, wenn die Arthrose noch nicht im Endstadium ist, oder eine wertvolle Ergänzung nach einem arthroskopischen Eingriff, um die Heilung zu beschleunigen und das Ergebnis zu verbessern.

FAQ

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viele ACP-Sitzungen brauche ich?

Der Standardzyklus umfasst 3 Sitzungen in einem Abstand von je 2 bis 4 Wochen. In manchen Fällen – insbesondere bei stärkeren arthrotischen Veränderungen – kann ein zweiter Zyklus nach 6 bis 12 Monaten sinnvoll sein. Ich beurteile das nach der individuellen Reaktion auf die ersten Injektionen. Bei der Verwendung von hochkonzentriertem Präparat ACP MAX wird primär eine Injektion geplant und kann nach 4 Wochen mit der einfacheren ACP geboostert werden.

Wie lange hält die Wirkung der ACP-Behandlung?

Die meisten Patienten berichten über eine Beschwerdebesserung, die 6 bis 18 Monate anhält. Die Dauer ist individuell verschieden und hängt vom Ausgangsbefund, dem Schweregrad der Arthrose und der begleitenden Behandlung ab. Gezielter Muskelaufbau nach der ACP-Behandlung verlängert das Ergebnis nachweislich.

Gibt es Risiken bei ACP am Knie?

Da ACP/PRP aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird, sind allergische Reaktionen oder Abstossungsreaktionen ausgeschlossen. Direkt nach der Injektion kann es zu einer vorrübergehenden Schwellung oder einem leichten Druckgefühl im Gelenk kommen – das ist eine normale Reaktion und klingt innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab. Infektionen sind bei steriler Durchführung extrem selten.

Wann spüre ich eine Verbesserung nach ACP?

Die Wirkung setzt nicht sofort ein. Die biologischen Reparaturprozesse benötigen Zeit. Viele Patienten berichten nach der zweiten oder dritten Sitzung über erste spärliche Verbesserungen; eine deutliche Beschwerdelinderung zeigt sich oft erst 4 bis 8 Wochen nach Beginn der Behandlung. ACP ist kein Schnellschuss – sondern eine biologische Therapie, die dem körperlichen Heilungsrhythmus folgt.

ACP-Therapie in Wiesloch – Termin vereinbaren

Sie leiden unter Knieschmerzen und möchten wissen, ob ACP/PRP/ACP max in Ihrem Fall eine sinnvolle Behandlungsoption ist? In meiner Praxis in Wiesloch nehme ich mir Zeit für eine ausführliche Befunderhebung – mit klinischer Untersuchung, Ultraschall und ehrlicher Einschätzung, ob ACP für Ihren Befund das richtige Mittel ist.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in meiner Praxis in Wiesloch – ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

KONTAKT

Schreiben Sie mir

Für allgemeine Fragen zur Praxis oder zu meinem Behandlungsansatz. Eine konkrete medizinische Einschätzung gibt es in der Sprechstunde — Termine über Doctolib oder telefonisch.

    Bewertungen

    Was unsere Patienten sagen

    Ich habe muss schon sagen, dass Dr. Kolle für einen Orthopäden nicht nur ungewöhnlich sympathisch ist, sondern auch erfrischend innovativ und fortschrittlich. Kein stumpfes „Sportverbot für 6 Wochen“ und unreflektierte Cortisonspritzen, sondern progressive Verfahren mit regenerativem Ansatz und nachhaltigem Effekt. Der Doc hört zu, erklärt verständlich und behandelt mit Konzept. Bei meinen Kniebeschwerden hat die Kombination Eigenplasma/Magnetfeldtherapie endlich einen Durchbruch erzielt und den Therapieerfolg kann ich jetzt mit regelmäßigem Training aufrecht erhalten. Falls notwendig, komme ich gern wieder.

    vor 3 Monaten
    J ot- Google Rezension

    Ich war nach meiner Kreuzband-OP wegen anhaltender Knieschmerzen und beginnender Kniearthrose bei Dr. Kolle. Die Diagnostik war gründlich, inklusive BIA-Messung (geht schnell, ist schmerzfrei und gibt einen tollen, nachvollziehbaren Überblick über die eigene Körperzusammensetzung und Potenzial) und Nährstoffanalyse. Eine anschließende ACP-Therapie und konkrete Empfehlungen zu Training und Ernährung haben mir super weitergeholfen. Mein Knie ist nun spürbar stabiler und Sport ist endlich wieder schmerzfrei möglich. Sehr kompetenter Arzt, modernes Konzept und ein super freundliches Praxisteam. Klare Empfehlung!

    vor 1 Monat
    E.N.- Google Rezension

    Aufgrund eines wiederholten Bandscheibenvorfalls mit Taubheitsgefuehlen im rechten Bein in 10/2025 (erstmals 2017.. im Lendenbereich mit damaliger Behandlung in NRW) bin ich aufgrund von Empfehlungen aus unserer Trainingslaufrunde hier in Hamburg bei Dr. Kolle vorstellig geworden. Mit der im Vorfeld extern duchgefuehrten Bildgebung (MRT) und Übersendung war ich sehr ueberrascht, das Dr. Kolle bereits vollkommen vorbereitet zu meiner Person im sehr emphatischen Erstgespräch mit nachfolgender physischer Untersuchung meines Bewegungsapparates wir einen Therapieansatz gemeinsam besprachen. Aufgrund meiner zurueckliegenden Erfahrung mit den Standardtherapien (PRT Spritzen und Physio) bekam ich hier teilweise inhaltlich komplett erweiterteTherapieansaetze vorgeschlagen….. Jetzt nach 5 Monaten bin ich beschwerdefrei und wieder zurueck in meinem Lauftraining. Fazit: Dr. Kolle kümmert sich auf eine sehr empathische Art um seine Patienten und geht "patientensspezifisch" in die Therapieform… Meinen herzlichen Dank auch an Ihr Team

    vor 3 Monaten
    Reinhard E.- Google Rezension

    Ich habe Herrn Dr. Kolle seit Jahren als einen stets freundlichen, hoch kompetenten und engagierten Arzt kennen gelernt, der mir stets das Gefühl vermittelte, auf Augenhöhe mit mir zu sprechen. Neben einer erfolgreichen Stammzellen- und Eigenbluttherapie konnte er als "klassischer Orthopäde" meine gesundheitlichen Probleme nachhaltig beseitigen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass er den Patienten nicht nur durch die Brille des Orthopäden sieht, sondern ihn auch ganzheitlich betrachtet und behandelt. Zusammen fassend möchte ich feststellen, dass ich gerne bereit bin, 200 km Anreise in Kauf zu nehmen um von Herrn Dr. Kolle behandelt zu werden.

    vor 6 Monaten
    Alexander Keitum- Google Rezension

    Herr Dr. Kolle ist ein sehr kompetenter und vertrauensvoller Arzt. Er hat meinen Golferarm durch Eigenblutspritzen, Stosswellen- und Magnetfeldtherapien erfolgreich behandelt. Ich bin vollkommen schmerzfrei und kann meinen geliebten Golfsport wieder ungehindert ausüben. Danke Herr Dr. Kolle.

    vor 9 Monaten
    Helene Page – Google Rezension